Die Stadt Ulm
Das baden-württembergische Städtchen Ulm hat 120.000 Einwohner und liegt an der Donau, welche es vom direkt benachbarten bayrischen Neu-Ulm trennt. Zu den nächstgelegenen größeren Städten gehören Augsburg und München im Südosten, sowie Stuttgart im Nordwesten, die sich mit dem Auto oder Zug innerhalb einer Stunde erreichen lassen.
Die ehemals auf Industrie fokussierte Stadt hat ihren Schwerpunkt seit der Gründung der Universität 1967 und dem Erbau der Wissenschaftsstadt 1986 deutlich in Richtung Dienstleistung, Wissenschaft, Forschung und Entwicklung verlegt und sich so zu einer der innovativsten Regionen Deutschlands entwickelt. So sind in den Science Parks rund um die Uni viele Unternehmen, die eng mit der Universität sowie der Hochschule Ulm kooperieren, angesiedelt.
Doch lässt sich in Ulm nicht nur gut "schaffen", wie die Schwaben hier sagen, sondern auch kulturell viel erleben.
Ulm wurde erstmals 854 urkundlich erwähnt und erhielt 1170 das Stadtrecht durch Kaiser Friedrich Barbarossa. 200 Jahre später wurde der Grundstein für das Ulmer Münster gelegt, welches erst 1890 vollendet werden sollte. Erst hatte Ulm seine Hauptbedeutung als Königspfalz, konnte sich aber wirtschaftlich und aufgrund seiner günstigen Lage an der Donau und der Hochsträß zu einem wichtigen Handelszentrum in Europa entwickeln.
Seine kulturelle, wirtschaftliche und politische Blütezeit erlebte es um 1500 herum. Nach der Entdeckung Amerikas und der damit einhergehenden Umstrukturierung in der Handelswelt sowie aufgrund mehrerer Kriege darunter der Feldzüge Napoleons, die u. a. zu vielen Schlachten in Ulm selbst sowie seiner näheren Umgebung führten, hatte Ulm einen Großteil seines Wohlstandes, seiner Pracht und seines Einflusses eingebüßt. Die schwerste Zerstörung widerfuhr der Stadt jedoch erst 1944, wobei das Ulmer Münster allerdings unversehrt blieb.
Für dieses gotische Münster ist die Stadt auch heutzutage sehr bekannt, ist dessen Kirchturm mit 161,53 Metern doch der höchste der Welt – vier Meter höher als der Kölner Dom. Touristisch Interessierte können den Turm bis auf die letzten Meter besteigen und von dort eine fantastische Aussicht über die Stadt und die hügelige Umgebung genießen. An Tagen mit besonders guter Sicht, erkennt man sogar die weißen Gipfel der Alpen, die über 100 km südlich liegen. Mehr über das Münster zu erfahren sowie sehr gelungene Bilder gibt es unter www.ulmer-muenster.de.
Aufgrund der starken Zerstörung im zweiten Weltkrieg ist von der reichen Altstadt nicht sehr viel übrig geblieben, aber im Fischerviertel lassen sich um so sehenswertere, urige Häuser und Gassen besichtigen. Wer sich näher für die Geschichte der Stadt interessiert, dem ist das frisch ausgebaute Ulmer Museum sehr zu empfehlen.
Dieses beinhaltet nun auch einen Übergang zur Kunsthalle Weishaupt, einer privaten Kunstsammlung von Malerei und Skulpturen. Typisch und einzigartig in Ulm ist das Nebeneinander von Bauten mit langer Geschichte und altehrwürdiger Architektur sowie modernen Gebäuden, wie dem Stadthaus auf dem Münsterplatz, der Glaspyramide neben dem Rathaus und Ulms Neuer Mitte.
Mehr Informationen zur Stadt Ulm, ihren Museen und Sehenswürdigkeiten sind auf der offiziellen Homepage der Stadt zu finden: www.ulm.de.
Dort findet man unter der Rubrik Kultur und Tourismus auch interessante Veranstaltungshinweise, beispielsweise zum Ulmer Theater, welches nicht nur Schauspiel, sondern auch Ballett und Konzerte zu bieten hat.
Wer abends einfach nur einen Spaziergang in der Innenstadt unternehmen und anschließend in ein Restaurant, Cafe oder eine Bar einkehren möchte, hat in Ulm die Qual der Wahl, da diese Stadt zu jenen mit der größten Kneipen- und Cafe-Dichte Deutschlands gehört. Für Neugierige und gern "Vorab-Informierte" sei die Seite von Team-Ulm.de empfohlen.
Wir wünschen einen interessanten und angenehmen Aufenthalt in Ulm!